Unterwasserkamera Test und Vergleich

Herkömmliche Kameras sind in der Regel recht zerbrechliche und nicht wetterfeste Geräte. Jeder der schon einmal Urlaubsfotos an einem Strand, oder gar bei Regen oder Schnee gemacht hat, weiß, dass man sich um die empfindliche Technik in der Kamera sorgt. Abhilfe sollen in solchen Situationen sogenannte Unterwasser- oder Outdoor-Kameras bieten. Sie sind besonders robust und überleben selbst kleinere Stürze und Rempler, ohne groß Schaden zu nehmen. Auch sind diese Modelle wasserdicht und man kann sie selbst mit zum Baden in das Meer oder den See nehmen. Und auch von Sand lassen sich diese Kameras nicht beeindrucken, das Linsenglas ist meist kratzfest und wo selbst Wasser keinen Weg hineinfindet, da hat auch feinkörniger Sand keine Chance. Das haben die Kameras speziellen Dichtungen, die am Gehäuse angebracht sind zu verdanken, meist sind diese aus Gummi.

UnterwasserkameraEs gibt auch spezielle Modelle, die so gut abgedichtet sind, dass sie selbst großem Druck standhalten können. Wenn man sie in ein spezielles Gehäuse steckt, kann man mit ihnen mehr als zehn Meter tief tauchen. Damit kann man seine Unterwasserkamera nicht nur auf einen kleinen Ausflug, sondern auch zu den ersten Tauchstunden mitnehmen. Wenn man ein ambitionierter Taucher ist und regelmäßig jenseits der zehn Meter Marke taucht, kommt man allerdings nicht umhin, noch ein zusätzliches Schutzgehäuse an seiner Kamera anzubringen. Doch damit kann man dann selbst die tiefsten Tauchgänge dokumentieren. Viele der robusten Kameras sehen dank ihrer äußerlichen Vollgummi-Panzerung aus, als wären sie im Stande sogar den gewagtesten Abenteuern standhalten. Dieses robuste Auftreten dient jedoch in erster Linie nur der Show. Denn viel wichtiger als die äußerliche Panzerung, ist für die Langlebigkeit, was sich im Innern der Kamera befindet. Ein wichtiges Beispiel dafür ist das Zoom-Objektiv. Bei den robustesten Kameras unter den Outdoor- und Unterwasserkameras sitzt dieses Objektiv im Inneren des Gehäuses.

Wenn den Zoom betätigt, verschieben sich die Linsen im Objektiv, um das Bild neu zu fokussieren. Liegt das Objektiv nun tief in dem Innern der Kamera, so besteht nicht die Gefahr, dass etwa Feuchtigkeit oder feinste Sand- und Staubpartikel in das Objektiv gelangen. Die empfindliche Mechanik bleibt somit geschützt und man muss sich nicht jedes mal Sorgen machen, wenn man den Zoom betätigt. Allerdings bietet das nicht nur Vorteile sonder bringt auch Nachteile mit sich. Herkömmliche, ungeschützte Kameras, bei denen sich das Objektiv außerhalb des Gehäuses befindet, bieten in den meisten Fällen Zoomwerte bis zur 30-fachen Vergrößerung. Während die robusten Kameras, die das Objektiv im Innenleben haben, meistens nicht mehr als eine 5-fache Vergrößerung bieten können. Da falls ein größerer Zoom gegeben sein soll, das Gehäuse auch zwangsläufig vergrößert werden müsste. Und wer möchte schon mit einer riesigen, Unhandlichen Kamera auf Tauchgang gehen. Bei den Unterwasserkameras gehört mittlerweile zumindest eine weitwinklige Anfangsbrennweite von zumindest 28 Millimetern zum Standard.

Die Spitzenkameras in dieser Kategorie bieten allerdings auch viele Features, die in regulären Kameras nicht vorhanden sind. Mehrere Modelle bieten unter anderem ein GPS, das gibt es zwar auch schon in ein Paar der herkömmlichen Digitalkameras, doch noch lange nicht in allen. Auch ein Barometer ist oft vorhanden, vor allem bei Kameras für professionelle Taucher. So kann man sich auf seinem Tauchgang auch versichern, dass nicht zu viel Druck auf dem Gehäuse der Kamera lastet. Ein Kompass sollte auf keinem Unterwasser-Abenteuer fehlen und ist ebenfalls fast Standardausrüstung in vielen Kameras in dieser Kategorie.